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Deutschlands Top-Entscheider als Seismograf


Was denken die deutschen Unternehmenslenker über brisante wirtschaftliche Entwicklungen? Wie schätzen Sie die politische und gesellschaftliche Lage ein? Wo sehen sie Chancen oder Risiken? Das „Leaders Parliament“ lieferte auch im Jahr 2013 klare Antworten auf drängende Fragen. 

Das von Roland Berger Strategy Consultants und der WELT-Gruppe gestartete Forum für Top-Entscheider bittet alle zwei Wochen die wichtigsten Manager und Ökonomen per Smartphone zur Abstimmung – und hat sich in der deutschen Medienlandschaft als zuverlässiger Seismograf der wirtschaftlichen Elite etabliert: Das „Leaders Parliament“ liefert zweiwöchentlich exklusive Stimmungsbilder. Zusätzlich fließen die Ergebnisse in die aktuelle Berichterstattung der WELT-Gruppe ein und unterfüttern Analysen und Kommentare mit tragfähigen Zahlen und Trends.

Die Funktionsweise der Umfrage ist dabei denkbar unkompliziert: Rund 200 ausgewählte Manager erhalten die Umfragen in fester Frequenz und haben dabei die Wahl zwischen vier Antwortmöglichkeiten. Mit einem einfachen Klick oder Tap können sie Stellung beziehen, ihre persönliche Einschätzung mit den Antworten ihrer Kollegen abgleichen und durch ihr Votum die gesellschaftliche Debatte vorantreiben.

Blick in die Köpfe deutscher Führungskräfte

Die Notwendigkeit klarer Positionen und Trends lag im Jahr 2013 auf der Hand. Angesichts von Megathemen wie Bundestagswahl, Euro-Krise und Energiewende oder den Debatten um Managergehälter und Frauenquote gewährte das „Leaders Parliament“ einen zuverlässigen Blick in die Köpfe deutscher Führungskräfte. 

Einigkeit herrscht beispielsweise bei der Bewertung der Energiewende: Über 80 Prozent der Teilnehmer halten die Reformen auf dem deutschen Energiemarkt für unzureichend, viele fürchten gar um die Versorgungssicherheit. Ein ähnlich klares Bild ergibt sich beim Blick auf die Regulierung von Boni-Zahlungen durch die EU: Zwar erkennen die Entscheider die Notwendigkeit einer Deckelung von Managergehältern an, lehnen gesetzliche Vorgaben aber mehrheitlich ab.

Gute Aussichten für Deutschland

Überwiegend zuversichtlich bewerten die Manager die weitere konjunkturelle Entwicklung Deutschlands: Obwohl einige Indikatoren zuletzt hinter den Erwartungen zurückblieben, glaubt mehr als die Hälfte der Teilnehmer an eine nur vorübergehende Flaute. Gespalten zeigen sich die Entscheider dagegen bei der Frage, ob es in Deutschland zu viele Feier- und Urlaubstage gibt: Die Befürworter einer Reduzierung der Auszeiten halten sich mit jenen die Waage, die am Status-quo festhalten wollen.

Zum Jahresende haben die Entscheider eine geteilte Meinung: Die letzte Umfrage im Jahr 2013 fragte nach ihren Erwartungen an die große Koalition. Etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer glaubt, dass das Bündnis aus CDU/CSU und SPD das Land wirtschaftlich voranbringen wird. 48,5 Prozent dagegen trauen den Regierungsparteien in den kommenden vier Jahren keine entscheidenden Impulse zu.

Wenn Sie zum Kreis der Entscheider gehören, möchten wir uns bei Ihnen für Ihre Teilnahme bedanken. Sagen Sie uns auch 2014 die Meinung!